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am 7. Juli

Corona in OÖ. Fleischbetrieben muss Umdenken bringen

Clemens Stammler - Statt Großbetriebe kleinere Einheiten forcieren

Das stärkt nicht nur den Schutz der MitarbeiterInnen, sondern stärkt auch die Qualität der Produkte und das Tierwohl - Bewusstsein der KonsumentInnen für hochwertige, regionale und im besten Fall biologische Produkte wächst.

„Die Corona-Fälle in Oberösterreichischen Schlachthöfen belegen das Infektionsrisiko in derartigen Großbetrieben und sollten uns grundsätzlich zu einem Umdenken bewegen. Denn es ist wohl offensichtlich, dass die schiere Größe, Arbeitsbedingungen und -prozesse eine Infektion der MitarbeiterInnen begünstigen. Die Konsequenz muss sein, satt Großbetrieben mit Massenproduktion eine Rückkehr zu kleinen Einheiten zu forcieren. Das stärkt nicht nur den Schutz der MitarbeiterInnen, sondern stärkt auch die Qualität der Produkte und das Tierwohl“, betont der Grüne Sprecher für den ländlichen Raum im Parlament, NAbg. Clemens Stammler zu den Corona-Infektionen in oberösterreichischen Schlachtbetrieben.  

Die Dimension dieser Fälle ist selbstredend nicht mit der Causa Tönnies vergleichbar. Und doch gibt es gemeinsame Grundmerkmale. Es sind Großbetriebe, in denen die MitarbeiterInnen, im Regelfall GastarbeiterInnen aus zig Nationen,auf engstem Raum an sogenannten Zerlegestraßen, in ähnlichen Arbeitsprozessen und ähnlichen Rahmenbedingungen wie Umlauflüftung und Klimatisierung arbeiten

 „Dass damit auch in OÖ. Schlachtbetrieben Corona-Fälle gehäuft auftreten ist somit kaum verwunderlich. Es muss für uns Anlass sein, all diese Gegebenheiten viel stärker zu hintragen und in Alternativen zu denken. Und dazu gehören selbstverständlich auch ein Wandel in der Fleischproduktion“, betont Stammler und weiter: „Es gibt durchaus Unternehmer, die diesen anderen Weg gehen wollen und in kleineren Einheiten die Zukunft sehen. Sie stehen leider oft vor großen Hürden und Widerständen. Sie müssen wir stärken und ihnen den Weg erleichtern“.

Die aktuelle Debatte um die Fleischproduktion beschäftigt natürlich auch die KonsumentInnen. Das Bewusstsein für hochwertige, regionale und im besten Fall biologische Produkte wächst. Die Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milch und Eier in der öffentlichen Verpflegung und Gastronomie sowie für Fertigprodukte ist unumgänglich. Aber auch die verpflichtende Regionale Beschaffung in der öffentlichen Verpflegung wie Schulausspeisung, Krankenhauskost und der Versorgung in Altenheimen schafft Bewusstsein und stärkt kleine, feine Strukturen“, betont Stammler.

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