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am 27. November 2020

Wahlprogramm Grüne Bäuerinnen und Bauern OÖ

- Zeit für gutes Klima

Du denkst, du gibst dein Bestes?
Täglich! Ja, das tust Du!
Aber für welches System?

Liebe Bäuerinnen und Bauern,

wir leisten tagtäglich großartiges für unser Land.
Wir Bäuerinnen und Bauern versorgen nicht nur die Menschen mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, sondern wir gelten darüber hinaus als identitätsstiftend für das Dorfleben, das Landleben und Österreich insgesamt.

Dennoch steht unsere Landwirtschaft permanent unter Druck.

Es wird versucht unsere Arbeit, unsere Böden und unsere Tiere in das enge Korsett des Marktes zu zwängen. Freihandel und Wettbewerb bestimmen unsere Produktionsweise, eine soziale Absicherung ist nur bedingt gegeben. Dieses Problem besteht heute mehr denn je!

Wir Bäuerinnen und Bauern sind garantiert nicht das Problem. Es ist das System, in dem wir nur dem Kapitalmarkt dienen und die Wertschätzung gegenüber uns und unserer Arbeit zunehmend verloren geht!

Ich finde, es ist Zeit!

Es ist Zeit für ein ökologisches System, Zeit für ein faires System und Zeit für eine transparente Vertretung unserer Interessen!

Es ist Zeit für gutes Klima, Zeit für Grün!

Euer Clemens Stammler

NAbg. und Obmann Grüne Bäuerinnen und Bauern


Wir wollen einen lebenswerten Rahmen schaffen – für alle!

Wir alle wollen eine enkeltaugliche Welt hinterlassen!

Wir alle wollen gesunde Lebensmittel!

Wir alle wollen artgerechte Tierhaltung!

Wir alle wollen soziale Absicherung! Wir alle wollen mehr Zeit!

Zeit ist der entscheidende Faktor bei der Umsetzung unserer Ziele. Wir wollen die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Die Uhr tickt.


Kinder im Gegenlicht

ZEIT FÜR SOZIALE ABSICHERUNG

Unsere Leistung anerkennen!

  • Leistbare Sozialversicherungsbeiträge für kleine und mittlere Betriebe: Kleine und mittlere Betriebe zahlen nach wie vor verhältnismäßig mehr als große. Damit muss Schluss sein. Zeit für Fairness!
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Förderungen schaffen, um überbetriebliche MitarbeiterInnen zu ermöglichen (mehrere Höfe teilen sich eine Arbeitskraft).
  • Regionale Arbeitsplätze schaffen und sichern.
  • 100% Kostenübernahme für die Ersatzkraft im Krankheitsfall durch die SVS.


Schaf

Zeit für eine ökologische und soziale Förderpolitik

Fördern was richtig ist!

  • Öffentliches Geld für öffentliche Leistung: Farm to Fork und Green Deal müssen wesentliche Bestandteile der Förderpolitik werden.
  • Ausbau der Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete.
  • Biodiversitätsmaßnahmen: Artenvielfalt fördern, Natur- und traditionelle Kulturlandschaftsökosysteme erhalten, Vernetzung von Lebensräumen, Pestizidverzicht.
  • Doppelte Prämie für die ersten 20ha.
  • Obergrenze für Fördergelder (capping).
  • Regionale und alternative Verarbeitung und Vermarktung fördern (z.B. Food-Coops, Gemeinschafts-Verarbeitungsräume)
  • Investitionsförderung:
    • Degressive Förderprozente für Expansionsbetriebe.
    • Doppelte Förderung für Umstieg von Anbindehaltung auf Laufstall, von Vollspaltenboden auf Einstreubucht, von Konventionell auf Bio.
  • Förderung für wasserspeichernde Anbautechniken wie Dammkultur, Agroforstwirtschaft, etc.
  • Förderung für Humusaufbau.
  • Förderung für abgestufte Grünlandnutzung.
  • Förderung für Lebensleistungs-Nutztierzucht.
  • Jährliche Evaluierung der Fördereffekte – kein Geld für Placebo-Maßnahmen.
Frau mit Gemüsekiste

Zeit für regionale Märkte

​Biologische Produkte wertschätzen!

  • Verpflichtende Regionalquote von mindestens 80 Prozent, davon mindestens 50 Prozent Bioanteil jeweils für Milch, Fleisch, Eier, Getreide, Gemüse und Obst in der öffentlichen Lebensmittelversorgung des Bundes und der Länder.
  • Transparente Herkunftskennzeichnung in der 
  • Gastronomie und im Handel, auch bei verarbeiteten Produkten.
  • Etablierung der mobilen Schlachtung.
  • Liberalisierte Urprodukteliste zur Unterstützung einer innovativen Direktvermarktung.
  • Gentechnikfreies Österreich: Kein Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln, Futtermittel, Saatgut und lebenden Organismen, auch für die „neue Gentechnik“ gilt das Vorsorgeprinzip!
  • Kein Patent auf Saatgut, Pflanzen und Tiere.
  • Fairer Handel mit Agrargütern, statt Freihandel.
  • Kein Import von Ackerkulturen aus Urwaldrodungen.
  • Insekten als am Hof erzeugte tierische Proteinquelle für Geflügel, Schweine und Aquakultur etablieren.
  • Ernährungssouveränität in Österreich sicherstellen.
Winterbauernhof

Zeit für zukunftsfähige Raumordnung, Flächenwidmung und Regionalentwicklung

​Lebensraum schützen und erhalten!

  • Flächenverbrauchsreduktion durch:
    • 5-Jahre Neubau-Stopp für Super- und Fachmärkte.
    • Im Baubescheid verankerte Rückbauverpflichtung für Gewerbe- und Industriebauten bei > 5 Jahren Leerstand.
    • Ortskernentwicklungsplan: Förderung für Gemeinden zur Ortskernbelebung, Leerstandsmanagement, Vernetzung zwischen und Unterstützung von BewohnerInnen, Handwerk, Handel, Tourismus und Landwirtschaft.
  • In der Regionalentwicklung sollen die alltäglichen Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen berücksichtigt werden: Gender Mainstreaming in der Regionalentwicklung.
  • Verpflichtende Ausweisung landwirtschaftlicher Vorrangflächen.
  • Natürliche Maßnahmen Bautätigkeiten vorziehen: Förderung der Almwirtschaft für fachgerechte (gelenkte) Bealpung zum Erosions-, Hochwasser- und Lawinenschutz der Täler.
  • Landgrabbing verhindern: Gesetzlicher Schutz landwirtschaftlicher Flächen vor Investoren und Spekulanten. 
Holzarbeit

Zeit für klimafitten Wald

​Natürliche Ressourcen nutzen!

  • Vorrang für Holzbau und Holzdämmstoffe aus regionaler Waldwirtschaft im öffentlichen Bau.
  • Höhere Förderung für Holzbau und Holzdämmstoffe aus regionaler Waldwirtschaft.
  • Ausbau der Forschung und Beratung für gesunde Mischwälder und klimafittes Pflanzgut – also an Boden und Klima angepasste Pflanzen.
  • Ein Bundesjagdgesetz zur Rettung des Schutzwaldes und der Naturverjüngung.
Demokratie

Zeit für transparente Interessensvertretung

​Damit drinnen passiert, was es draußen braucht!

  • Überarbeitung des Landwirtschaftskammerwahlrechts.
  • Öffentliche Sitzungsprotokolle des Hauptausschusses der LK OÖ.
  • Umwandlung des Vereins „Landwirtschaftskammer Österreich“ in eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit demokratischen Gremien, statt des derzeitigen Vereins aus Bauernbund-KammerpräsidentInnen und RaiffeisenvertreterInnen.


Paar

Zeit für Grüne Agrarpolitik!

Die Würde der Bäuerinnen und Bauern ist unantastbar!


Alle unsere Forderungen entstehen aus der Vision die Würde der Landwirtschaft (zurück) zu erhalten. 
Die Würde der Bäuerinnen und Bauern endet nicht beim Boden, beim Tier oder am Supermarktregal.
Die Würde der Bäuerinnen und Bauern beginnt beim bestellten Boden, den gehaltenen Tieren und den Lebensmitteln im Regal. Klimaschutz, Biodiversität und erzeugergerechte Preise sind Teil dieser Würde.


HOL DIR DIE WÜRDE DER LANDWIRTSCHAFT ZURÜCK! 

WÄHL GRÜN!


LK OÖ-WAHL:  SO, 24. JÄNNER 2021


WÄHLEN MIT WAHLKARTE (BRIEFWAHL) IST AUCH MÖGLICH!

GESTALTET UNSER ALLER ZUKUNFT MIT – GEHT WÄHLEN!
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