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am 17. August

Reduktion von Tierleid

Clemens Stammler - Stärkung der Direktvermarkter/innen durch mobile Schlachtung

Kuh auf der Weide

Zentrale Forderung der Grünen Bäuerinnen und Bauern wird umgesetzt


Tiertransporte verursachen Leid und Stress – beides wollen wir den Tieren so gut es geht ersparen. Gemeinsam mit Tierschutzorganisationen und Direktvermarkter/innen fordert die GBB schon lange bundeseinheitliche Regelungen und Förderungen für (teil-)mobile Schlachtanlagen. Umso mehr freuen wir uns, dass diese Forderungen nun im Nationalrat beschlossen wurden.

Künftig soll es also erleichtert werden, Tiere in (teil-)mobilen Schlachtanlagen zu schlachten.

Transportwege und unnötiges Tierleid werden reduziert, die Direktvermarkter/innen und die regionale Wertschöpfung gestärkt. Zudem wissen wir, dass sich der Trend hin zu biologischen, nachhaltigen und regionalen Lebensmitteln weiter fortsetzen muss. Mit der mobilen Schlachtung wurde also eine Regelung geschaffen, von der letztlich alle profitieren: Wir Bäuerinnen und Bauern, die Konsument/innen und die Tiere. Regelungen wie diese zeigen, dass die Interessen der Tiere, der Konsument/innen und der Bäuerinnen und Bauern nicht im Widerspruch zueinander stehen. Eine Win-win-win Situation und ein großer Erfolg für uns GBB.

Was wurde konkret beschlossen?


Der Nationalratsbeschluss fordert die Ermöglichung und Förderung von regionalen, mobilen und teilmobilen Schlachteinrichtungen sowie der Schlachtung im gewohnten Lebensumfeld der Tiere. Damit auch kleinbäuerliche Betriebe von dieser Möglichkeit profitieren, sollen die Schlachtanlagen im Rahmen der GAP finanziell gefördert, die überbetriebliche Nutzung rechtlich klargestellt und Hygiene- sowie Kontrollvorschriften angepasst werden.

Neue EU-Regelungen


Kürzlich hat die EU-Kommission einen Vorschlag vorgelegt, welcher die Schlachtung am Haltungsbetrieb unter teils praxisfernen Auflagen ermöglichen soll. So dürfen nur „schwer handhabbare“ Tiere auf diese Weise geschlachtet werden, worin – wohl noch nie einen Schafswidder gebändigt – nur Rinder, Pferde und Schweine inbegriffen sind. Zusätzlich muss, nach Vorschlag der Kommission, während des gesamten Schlachtvorgangs ein Beschautierarzt/ärztin anwesend sein, was Kosten für kleine Betriebe bedeuten. Schließlich soll die Schlachtung am Haltungsbetrieb auch nur für Betriebe in abgelegenen Gebieten (diese wurden nicht näher definiert) möglich sein. Wir sehen die Vorschläge der Kommission als gut gemeint, jedoch teils praxisfern an. Der Sozialminister hat unsere Bedenken in Brüssel eingemeldet. Aber auch unsere Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEPs) Sarah Wiener und Tom Waitz, werden sich als Menschen aus der Praxis für eine praxistaugliche Europaregelung einsetzen!​

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