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am 17. August

Neues Landarbeitsgesetz:

Olga Voglauer - Grüne ermöglichen Arbeitgeber/innenzusammenschlüsse und schaffen faire Arbeitsbedingungen für Landarbeiter/innen

LandarbeiterInnen
Wie man aus einer strukturellen Änderung eine Win-win Situation für alle erreicht:

Wir Grüne Nationalratsabgeordnete konnten grundlegende Verbesserungen im neuen Landarbeitsgesetz durchsetzen. Im Landarbeitsgesetz werden rechtliche und insbesondere arbeitsrechtliche Vorschriften in der Land- und Forstwirtschaft geregelt.

Betroffen sind somit allen voran die Beschäftigten, etwa Erntehelfer/innen, aber natürlich auch die Betriebe selbst. Nun ist es gelungen 9 Landesgesetze zu einem Bundesgesetz zusammenzuführen und einen österreichweiten Mindestlohn festzulegen. Mit den Harmonisierungen wurden Ungerechtigkeiten endlich beseitigt. Neu ist außerdem das Instrument des „Arbeitgeberzusammenschlusses“ wovon vor allem die kleinen und mittleren Betriebe profitieren. Durch das neue Instrument wird kleinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben die Möglichkeit eröffnet, Arbeiter/innen gemeinsam zu beschäftigen. Der Einsatz der Arbeitskräfte ist dabei klar geregelt, etwa durch Beschränkungen auf benachbarte Bezirke. Durch die neu geschaffenen Regelungen können Synergieeffekte besser genutzt werden. Außerdem erhöht dieses Instrument die Planbarkeit für die Betriebe. Eine nachhaltige Beschäftigung soll so auch in der saisongeprägten Land- und Forstwirtschaft ermöglicht werden.  Weitere Auflagen beziehen sich auf das Gleichbehandlungsgebot zwischen Erntehelfer/innen und Stammarbeitskräften, mit dem jeweils, im Sinne der Arbeitnehmer/innen besten Kollektivvertrag. Die Stammarbeiter/innen stehen somit nicht mehr in unmittelbarer Konkurrenz zu den, meist günstigeren, Erntehelfer/innen. Jener Dynamik, die Anpassungen der Löhne nach unten bewirkt, wird damit ein Riegel vorgeschoben. Insgesamt ist es also gelungen, aus einer ursprünglich rein strukturellen Anpassung reale Verbesserungen für sowohl Landarbeiter/innen, als auch die kleinen und mittleren Betriebe zu erwirken. Insbesondere die Freiwilligkeit der zwölften Arbeitsstunde, als auch die klare Definition von Arbeitsspitzen stellen reale Verbesserungen für die Landarbeiter/innen dar. Die Betriebe profitieren wiederum vom Instrument des Arbeitgeberzusammenschlusses. Aus einer strukturellen Anpassung wurde so eine Win-win Situation für alle.​​

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