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am 15. September

Meinungsfreiheit in Südttirol bedroht

- Anlässlich des Prozessstartes gegen Pestizidkritiker wird morgen EU-Abgeordneter und Co-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, Thomas Waitz, am Prozess in Bozen als parlamentarischer Beobachter teilnehmen.

Seit September stehen der österreichische Autor und Journalist Alexander Schiebel, der Agrarexperte des Umweltinstitut München Karl Bär sowie der Geschäftsführer des oekom verlags Jacob Radloff wegen übler Nachrede vor Gericht, nachdem sie die Behauptung aufgestellt haben, dass bestimmte Pestizide durch Abdrift von Feldern, der Gesundheit der Bürger*innen schaden. Angezeigt wurden sie vom Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft und damaligen stellvertretende Landeshauptmann, Arnold Schuler. Der Klage schlossen sich tausende Landwirte an.

"Ein Politiker verklagt Menschen, weil sie den Pestizid-Einsatz in Apfelplantagen kritisieren. Pestizide sind in Südtirol anscheinend nicht nur Gift für Natur und Gesundheit, sondern bedrohen auch die Meinungsfreiheit. Die Pestizidrebellen treten nun den Wahrheitsbeweis an, um die Giftigkeit von Pestiziden aufzeigen und lassen sich nicht einschüchtern. Ihren Kampf werde ich bis zum Ende unterstützen", sagt EU-Abgeordneter Thomas Waitz, der sich noch genau erinnert, welchen Widerstand das Südtiroler Dorf Mals 2015 in ihrem Kampf gegen Pestizide erfahren musste. "Pestizidkritiker*innen einschüchtern scheint gängige Praxis in Südtirol zu sein. Es ist erschütternd, wie Meinungsfreiheit mit den Füßen getreten wird", so Waitz abschließend.


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