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am 1. Februar

Grüne Bäuerinnen und Bauern nach Brüssel!

Andreas Pillichshammer - Nicht den Kopf in den Sand stecken! "Pimperlbauern" reisen nach Brüssel

Man könnte meinen, eine kleine Gruppe von Bauern die mit einer kleinen Fraktion sympathisieren und aus einem kleinen Land kommen, würden am Ende den berühmten Satz: „Da kann man halt nichts machen“ vor sich hin beten. Doch sie kommen weder verdrossen noch eingeschüchtert aus Brüssel zurück  – ganz im Gegenteil!

Auf den Inhalt kommt es an: jedes Land wird mit seiner Sprache ernst genommen. Man betreibt viel Aufwand fürs Dolmetschen und Übersetzen. Wenn Besucher kommen werden sie willkommen geheißen: „Wir begrüßen die Gruppe der Bauern aus Österreich“, heißt es im Agrarausschuss und im Petitionsausschuss und die Parlamentarier drehen sich in ihren Sesseln nach uns um.

Was wir dann bei der Arbeit beobachten dürfen: Ein Parlament das seinem Namen gerecht wird. Kein abgekartetes Spiel. Mehrheiten werden gesucht und gefunden von Frage zu Frage. Vorbehalte gegenüber dem anderen Lager lässt man da beiseite, es geht um Inhalte. Gerade der Petitionsausschuss glänzt mit Bürgernähe: jeder Bürger Europas hat das Recht eine Petition vorzubringen. Ist die EU betroffen und ist das Anliegen gravierend, bekommt man die Bühne. Heute ist Österreich dran: Warum haben die Atomkraftwerke Europas keine Haftpflichtversicherungen? Eine oberösterreichische NGO-Vertreterin spricht die Sache an. Nicht nur die Parlamentarier hören zu, auch VertreterInnen der Kommission sind anwesend, antworten mit Respekt auf die Anliegen und geben auch Versäumnisse zu.

Nachhaltige Agrarpolitik braucht starke Netzwerke


Auch in der Generaldirektion Agrar bekommen wir ein Gespräch mit einem Spitzenbeamten. Er denkt zu unserem Erstaunen aber nicht wie ein Bürokrat, sondern mehr wie ein Visionär - mindestens europäisch und in vielerlei Hinsicht global. Wir denken, er kann in seiner Position was bewegen, doch er ermutigt uns zu mehr Engagement. Er braucht Rückenwind den wir machen können, weil er es allein nicht schafft. So verabschieden wir uns mit dem freudigen Wissen, dass es da in Brüssel wen gibt der die gleichen Anliegen verfolgt wie wir - und er denkt dasselbe über uns in Österreich.

Obwohl die Institutionen tausende Beamte beschäftigen, ist es verglichen mit Österreich und hinsichtlich der Bandbreite und Fülle an Tätigkeitsbereichen ein Klacks und das Geld das Österreich für Brüssel zahlt ein Nebbich. Tintenburg? Geldverschwendung? Ganz im Gegenteil!


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