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am 4. Dezember 2017

EU-Kommissar fördert Agrarindustrie

Thomas Waitz - Agrarpläne der EU-Kommission führen zu fortgesetztem Bauernsterben.

Die Vorschläge von Agrarkommissar Hogan werden zu fortgesetztem Bauernsterben führen. Sie ignorieren die großen Herausforderungen der Zukunft. Nicht unsere bäuerlichen Betriebe, die einen Beitrag zu Klima- und Bodenschutz, zu Tierwohl, ökologischer Kreislaufwirtschaft und gesunder Ernährung leisten, stehen im Vordergrund der Pläne der EU-Kommission. Stattdessen sind wieder Milliarden Steuergelder für eine Politik im Interesse von Agrar- und Versicherungskonzernen, Großgrundbesitz und industrieller Landwirtschaft vorgesehen.

So mancher positive Ansatz, wie die stärkere Unterstützung von Betrieben in Natura-2000-Gebieten, versucht erfolglos darüber hinwegzutäuschen, dass die Kommission plant, auch künftig den Großteil des Steuergeldes an die Agrarindustrie zu übergeben.

Die Gemeinsamen Agrarpolitik ist gemäß mehrerer Studien, ineffizient, veraltet, widersprüchlich und wirkt überwiegend umweltschädlich. Umso mehr enttäuscht der Weiter-so-wie-bisher-Ansatz der Kommission.

Herausforderungen wie Klimawandel, Höfesterben, faire Erzeugerpreise und die Lebensqualität in den ländlichen Regionen kann kein Mitgliedsland alleine lösen.

Nur mit einer starken, kritischen und gemeinsamen Agrarpolitik können wir die bäuerliche und umweltfreundliche Landwirtschaft gegen die Übernahmeversuche der Agrarmultis verteidigen. Dafür werden wir Grüne Bäuerinnen und Bauern gemeinsam mit der Zivilgesellschaft kämpfen.


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