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am 20. März

Bodenfruchtbarkeit

Heribert Purkarthofer - Bodenfruchtbarkeit, Monsanto/Bayer und die Interessen der Bäuerinnen und Bauern

Bei Bodenseminaren welche ja für Landwirte vorgeschrieben sind haben sich anerkannte Bodenpraktiker aus Österreich und Deutschland unabhängig voneinander bedenklich zum Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel geäußert. Deren Einsatz sei für Humusaufbau, Bodenleben und in Folge der Bodenfruchtbarkeit nicht zuträglich.

In einer Hand voll Erde leben bis zu mehreren 100 Mrd. Bodenorganismen (=Tierchen) mit uralter Genetik, die im Wesentlichen für Pflanzenernährung, Wasserspeicherung und Humusbildung zuständig sind. Neonicotinoide wie Glyphosat töten eine Vielzahl davon.

Gesunde Böden - gesunde menschen


Die Menschen können nie gesünder sein als der Boden von dem sie sich ernähren. Ist der Boden gesund, sind es auch die Pflanzen, Tiere und Menschen eher. Es werden zum Glück keine medizinischen Versuche an Menschen gemacht, daher kann und soll die krebserregende Wirkung von Glyphosat bei Menschen auch nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Aber es gibt Langzeitfütterungsversuche mit Mäusen, die vermehrtes Krebsrisiko beweisen!

Wir wissen, dass jede lebende Zelle gleich funktioniert, egal ob bei Tier, Pflanze oder Mensch. In Gegenden in denen übertrieben Glyphosat eingesetzt wird ist die Krebsrate bewiesen erhöht (z.B. auf Hawaii und Puerto Rico, wo Monsanto Versuchsfelder hat).

Wenn der steirische Landwirtschaftskammerpräsident in der Kammerzeitung vom 20.12.2017 im Zusammenhang mit Glyphosat von „unbegründeter Angstmache“, „einem verantwortungslosem Geschäftsmodell der klingenden Kassen von NGOs“  sowie von "hoher Technik- und Fortschrittsskepsis" spricht, frage ich mich wessen Interessen da vertreten werden. Die Gesundheit der Bauern und Bäuerinnen, der BewohnerInnen ländlicher Gebiete und der KonsumentInnen sind offensichtlich nicht primäres Interesse des steirischen Kammerpräsidenten und seiner Kollegen bei der ÖVP. Auch die Bodenfruchtbarkeit scheint hier nur einen Wert zu bekommen, wenn man sie durch künstlich hergestellte und teuer handelbare Produkte imitieren kann. Dafür werden die Interssen von Konzernen wie Bayer/Monsanto und deren Aktionäre bedient.

Bäuerinnen und Bauern sollten sich selbst ihre Gedanken über den Umgang mit der Natur machen und sich ihrer Verantwortung für Ernährungssicherheit, Trinkwasserqualität, Biodiversität und Klima bewusst werden. Dadurch würde auch Wertschätzung seitens der Bevölkerung in und außerhalb von Kaufentscheidungen gegenüber Bäuerinnen und Bauern wachsen.

Wer arbeitet für eine Agrarpolitik, welche die notwendigen Rahmenbedingungen für eine wirklich ganzheitlich nachhaltige Landwirtschaft schafft? Naturschutz-NGOs und kritische WissenschafterInnen sind nicht die Gegner der Bauern und Bäuerinnen. Daher arbeiten wir von den Grünen Bäuerinnen und Bauern auch gerne mit ihnen zusammen.




 


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