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Do, 9.09.2010

Autor

Johanna Gerhalter

23.12.2008 11:03

Blauzungenkrankheit: Alternativen zum Impfen?


Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue, BT) ist eine Viruserkrankung der Rinder, Schafe, Ziegen und wildlebenden Wiederkäuer, verursacht durch das Bluetongue-Virus, das mit derzeit 24 Serotypen weltweit vorkommt. Diese in der OIE-Liste als ehemalige Liste A-Krankheit angeführte Tierseuche trat in Europa bisher nur im mediterranen Raum auf. Der Erreger wird durch Stechmücken übertragen (kein direkter Übertragungsweg von Säugetier zu Säugetier). Das saisonale Auftreten der Erkrankung hängt eng mit der Flugzeit der Culicoides-Mücken zusammen.

Klinisch ist die Krankheit durch Fieber, Hyperämien der oralen und nasalen Schleimhäute, Lippenödeme, Klauenentzündungen, Aborte und Veränderungen in der Skelettmuskulatur charakterisiert. Bluetongue gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Der Mensch ist durch das BT-Virus nicht gefährdet. Das Virus kann bis zu ca. 28 Tagen in den Mücken, bis zu ca. 60 Tagen im Schaf und bis zu ca. 100 Tagen im Rind nachgewiesen werden. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3 – 7 Tage. Es werden unterschiedliche Verlaufsformen (akut, subakut, abortiv) beobachtet. Gegen die BT gibt es z.T. serotypenspezifische Impfungen. Bei Auftreten neuer Serotypen in einem Gebiet kann es auch bei geimpften Tieren zu BT-Ausbrüchen kommen.

In Österreich trat am 18. November 2008 bei einem Rind der erste Fall von Blauzungenkrankheit auf, daher besteht seit 15.12.2008 in ganz Österreich eine Impfpflicht für Rinder, Schafe und Ziegen. Der Impfstoff wurde im „Schnellverfahren“ zugelassen, es liegen nicht die üblichen Untersuchungsergebnisse bezüglich Impf-Verträglichkeit und Genusstauglichkeit der Produkte vor. Es werden 17 Millionen Euro für die Impfung zur Verfügung gestellt. Begonnen wurde mit der Impfung in den westlichen Bundesländern, andere Bundesländer folgen. Die Impfung besteht aus zwei Impfungen innerhalb 4 Wochen, nach einem Jahr muss wieder geimpft werden.

Ein breit angelegtes Screening ergab am 18. Dezember 11 weitere Fälle, wobei keines der Tiere klinische Symptome einer Erkrankung zeigte. Dies ist nun auch eines der Hauptargumente von Bäuerinnen und Bauern gegen diese generelle Impfpflicht. Wäre es langfristig nicht sinnvoller, unseren Rindern die Chance zu geben, eine natürliche Immunisierung aufzubauen? Angesichts der vielen Serotypen muss jederzeit damit gerechnet werden, dass neben Serotyp 8 ein weiterer auftritt, soll dann laufend weiter geimpft werden?

Leider treten immer wieder unerwünschte Nebenwirkungen nach der Blauzungenkrankheit-Impfung auf. Bitte melden Sie wirklich alle Auffälligkeiten, dies wird auch im Beipackzettel des Impfstoffes gefordert. Wir haben den Verein „Schöpfungsverantwortung Tier und Mensch (STM)“ gegründet, mit dem Ziel einer offenen Diskussion auch über das Auftreten von Impfschäden. Es werden - bis jetzt - unserer Erfahrung nach kaum Impfschäden anerkannt. Um Sie bei Impf-Komplikationen zu unterstützen aber auch zur Dokumentation, bitten wir Sie, die Schadensmeldung auch an den Verein STM zu faxen oder zu mailen  - nachdem sie die Schadensmeldung schriftlich an die Landesveterinärbehörde und an das BMfGFJ eingebracht haben (siehe Download).

Besonders im Ab Hof Verkauf zeigt sich, KonsumentInnen wollen keine „geimpfte Milch“ oder „geimpftes Fleisch“. Die Aussage, dass es nach Verzehr von Produkten von geimpften Tieren keine Auswirkungen auf den menschlichen Organismus gibt, kann stimmen, das Gegenteil jedoch genauso. Eine Beweisführung ist hier einfach nicht möglich. Warum aber sollen sich KonsumentInnen auf den Feldversuch einlassen?

In Salzburg hat LR Eisl aufgrund der massiven Proteste gegen die Impfpflicht seitens der Bäuerinnen und Bauern reagiert. Wenn nicht geimpft wird, sind vorerst keine Strafen zu zahlen (siehe Homepage Land Salzburg).

Bäuerinnen und Bauern sowie KonsumentInnen haben den Verein STM gegründet. Ein Ziel ist, sich für natürliche Lebensmittel in den Regalen zu engagieren.

Kontakt:

Fax: 0820-949494-98765

E-Mail: info@tier-mensch.at





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Blauzungenkrankheit